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Samstagsplausch – Long time no read

Lange habe ich hier nichts gepostet, dabei wollte ich doch so gerne, habe viele Bilder geschossen. Aber wie ich im ersten Post schon geschrieben habe – es sollte Spaß machen und ich wollte mich zu nichts zwingen. Die letzten Wochen waren einfach zu viel. Ständig passierte etwas, was nicht hätte sein müssen.

Aber jetzt stehen alle Zeichen auf „Weitermachen“ 😉

Bei Andrea gibt es Samstags immer eine kleine große Kaffeklatsch-Runde. Ich möchte das zum Anlass nehmen diesen Beitrag auch Andrea zu widmen.

Wir kennen uns jetzt „live und in Farbe“ seit Februar 2015. Zueinander gefunden haben wir über Frau Maschenfein Marisa und die gemeinsame Leidenschaft des Strickens. Als wir uns persönlich kennen gelernt haben zeigten sich schnell andere Gemeinsamkeiten wie z.B. die Fotografie oder auch einfach eine gesunde und vor allem gelassene Einstellung zum Leben. Nicht zuletzt die Tatsache, das wir keine 5 Minuten voneinander weg wohnen.

Es gibt Zeiten da hören wir uns 1-2 Wochen nicht. Und dann gibt es wiederum so Wochen wie diese. Am Montag fuhr ich mit Mini-Me Streu-Nachschub für unseren Hamster kaufen. Ich tüddelte noch im Auto rum, guckte nach Links zur Tür raus und auf ein mal stand Andrea da. Berlin ist halt doch ein Dorf 😉 Sie war ein Geschäft weiter gerade einkaufen und hat uns vorbei fahren sehen.

Am Dienstag waren wir dann zusammen auf der Pfaueninsel. 3,5 Stunden um die Insel gelaufen, schöne Pfauen gesehen, die Natur genossen und Vinci hat sich auch direkt in Andrea verliebt.

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Tja, zu guter letzt schickte ich Andrea gestern eine Nachricht samt Foto von ihrem Lieblingsspielplatz auf dem sie als frisch gebackene Mama immer schon gerne war und auf dem man sich wunderbar treffen kann – die Kinder haben Entertainment und die Muddis haben Zeit zu stricken. Und was passierte? Kurze Zeit später stand Andrea vor mir. Sie war mit ein paar Muddi-Arbeitskolleginen verabredet.

Ich liebe derartige Zufälle. Und eine Freundschaft wie diese. Man muss sich nicht täglich hören oder gar regelmäßig sehen um eine gute Freundschaft zu erhalten.

Andrea, Du bist ein ganz toller Mensch! Ich danke Dir für deine unkomplizierte, entspannte und tolle Freundschaft und freue mich auf viele weitere Ausflüge, Fototouren und Strick-Frühstücks-Dates.

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Das Leben hat irgendwo die falsche Abfahrt erwischt

Was ist im Moment bloß los? 2016 sterben so viele Menschen an dieser einen beschissenen Krankheit. Und ich frage mich – WARUM?

Alleine diese Woche sind drei tolle „prominente“ Frauen dem Krebs erlegen (sicherlich noch viele Menschen mehr um die es nicht minder traurig ist). Besonders getroffen hat mich der Tod von Miriam Pielhau. Ein Stück weit hat es mir gestern den Boden unter den Füßen weg gezogen und auch jetzt kämpfe ich mit den Tränen.

Liebe Miri.

Meine Generation ist mit Dir „groß“ geworden, nicht nur auf dem Papier. Dank NBC Giga war man nicht mehr nur der kleine Computernerd wenn man vor dem PC saß, das Internet ist dank und mit euch ein Stück gewachsen. Zusammen mit Daniel und später Dennis habe ich die „Giga Allianz“ gegründet. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen.
Miri, es ist einige Jahre her, dass ich Deine Email Adresse das letzte Mal eingetippt habe. Aber verfolgt habe ich Dein Leben immer auf digitalem Weg.
Als Du zusammen mit Julia eure PR Agentur gegründet hast, habe ich einen Freund an euch vermittelt der nach PR Profis gesucht hat. Das waren die letzten Worte die wir gewechselt haben. Als Du mit Deinen Radiergummitagen auf Lesereise warst sah man – es geht Dir nicht gut. Wenn auch nicht offensichtlich, die Perücke war wieder da. Du hast aber gekämpft und dir nichts anmerken lassen. Nicht zuletzt für Deine kleine Tochter.

Noch vor 3 Wochen standest Du in Wien beim „Leading Ladies Award“ auf der Bühne. Du hast gestrahlt, warst positiv und einfach nur schön. Wir haben alle geglaubt Du hättest es – mal wieder – geschafft der Natur zu strotzen und hättest den Krebs besiegt. Jedem Menschen wolltest Du Hoffnung geben, hast Deine unglaubliche Geschichte zu Papier gebracht. Und jetzt – gerade mal zwei Monate nach Deinem Geburtstag – bist Du nicht mehr da.

Du hast Dir in der Dankesrede beim Leading Ladies Award gewünscht mal positive Schlagzeilen zu lesen, der Krebs hätte verloren und wäre nun heilbar. „Ich weiß aber nicht ob das noch in meine Lebenszeit fällt“. Aus heutiger Sicht ist dieser Satz noch trauriger. Auf Facebook hast du so oft geschrieben wie weit die Medizin ist und das ständig neue Medikamente zugelassen werden und man immer kämpfen soll.

Wie oft hört man auch, zugegeben nicht in den großen Medien, dass es Medikamente gibt die Krebs heilen könnten. Aber es ist eben nur Forschung. Es scheitert an der Zulassung, Risiken oder eben auch nur an der Wirtschaft. Mit kranken Menschen kann man einfach mehr Geld verdienen als mit Gesunden.

Das ganze ist einfach nur unendlich traurig und seit ich selber Mama bin leide ich bei jedem solcher Fälle wie Deinem gleich noch ein Stück mehr mit. Das Gefühl sein Kind zurück lassen zu müssen noch bevor es wirklich selbst auf eigenen Beinen steht, bevor man ihm den richtigen Weg ins Leben zeigen konnte, die richtigen Werte mitgeben.

Eigentlich fehlen mir immer noch ein bisschen die Worte. Genau so wie Du fehlen wirst, auf dieser kleinen Welt.

Mach es gut, liebe Miri!