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Samstagsplausch

Schon wieder Samstag. Wie schnell die Woche vergangen ist. Hilfe!

Viel passiert ist bei uns nicht. Die Kita-Seuche hat noch gewütet. Und nun scheint der Sommer auch endgültig vorbei leider, wobei ich ja eh kein Fan von Hitze bin. Bei uns sind es in der Wohnung gern mal 30°C aufwärts bis spät in die Nacht, selbst wenn es draußen schon runter gekühlt ist. Naja. Mal schauen.

Auf jeden Fall sorgt das abrupte verschwinden des schönen Wetters dafür, dass die für heute Abend geplante Fototour zur blauen Stunde mit Andrea wohl eher (ins Wasser fällt) was anderes wird. Im zweifel ist Stricken Bestandteil der Abendgestaltung. 😉

Mit Wolle habe ich mich diese Woche auch viel beschäftigt.

Ich hatte den Pavement gestrickt. Ein Ärmel fertig. Der Körper abgekettet. Tja. Das Desaster nahm seinen Lauf. Trotz passender Maschenprobe war das Teil viel zu weit und dabei viel zu kurz. Konzipiert ohne Taillierung saß das Teil fürchterlich und da für alle Größen eine einheitliche Länge vorgesehen war, war der Pavement auch noch viel zu kurz. Klar. Länger Stricken geht immer aber in Summe war ich so unzufrieden, das Teil wurde direkt geribbelt. Nun wird ein Whippet aus der schönen Lace handgefärbt von Ferner Wolle. (Ist ja nicht so dass die Wolle nicht schon mal ein Nuvem werden wollte)

Außerdem habe ich mich durch meine Vorräte gekramt um zu schauen was ich beim Maschenfein Knitalong so stricken könnte.

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Dakara könnte ich aus dem tollen Bayak stricken. Eine riesen Stola/Schal. In Bayak besonders flauschig weich.
Vienne erinnert mich ans wunderschöne Wien. Ein Dreieckstuch mit Lace Muster. Aus Yak Lace. Ein warmer weicher Traum von Wolle.
Dann wäre da noch Sinikka, welches schon viele auf den Nadeln haben. Hm!
Hinata, das Tuch vom Cover, habe ich schon auf den Nadeln. Weiß aber noch nicht ob ich nicht doch zu locker gestrickt habe.

Ach und dann wäre da ja noch das Wellentuch aus dem Makerist Kurs von Marisa.

Tja und was stricke ich nun?

Mit diesen Luxus Problemchen begebe ich mich mal ins graue Wochenende und gucke mal was es sonst noch zu lesen gibt bei Andrea am Tisch.

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Samstagsplausch

Eigentlich trinke ich ja gar keinen Kaffee. Aber im Moment komme nicht mal mehr ich ohne Koffein aus. Seit 01.09. habe ich einen neuen Job als IT Admin bei einem Startup hier in Berlin. Gehe Abends mit ziemlich eckigen Augen ins Bett. 

Die Woche hatte es in Sich. Junior ging nach drei Wochen Ferien wieder in die Kita. Fazit nach dem vierten Tag war – Erkältung. Gestern kam er mit einer dicken Herpes Beule an der Lippe zurück. Drei Wochen gesund sein war ja auch wirklich zu viel des Guten. Mich hat er natürlich auch direkt wieder mit angesteckt. Zum Glück kann ich meiner Arbeit zur jeder Tages und Nachtzeit nachgehen und vor allem von Zuhause aus und dann sind es auch nur 20 Stunden die Woche. In der zweiten Woche schon krank melden wäre ziemlich suboptimal. 😉 So meide ich einfach das Büro und stecke trotz Arbeit keinen an. 

Gestern war ich mit Andrea auf dem Markt am Maybachufer. Wollte ich schon ewig mal hin. Nie geschafft, gestern die Gelegenheit beim Schopfe gepackt. Faszinierend zu beobachten wie da so „gearbeitet“ wird. Andrea hat sich für ein schönes Näh-Projekt eingedeckt. Für mich gab es nur 0.5 m Feuerwehrmann Jersey, eine dicke Knoblauch Knolle sowie leider zu 3/4 schimmlige Himbeeren. Beim nächsten mal bin ich schlauer. 

Zu guter letzt haben wir per Briefwahl unsere Pflicht getan und unsere Kreuzchen gesetzt. Die Wahlbeteiligung ist einfach viel zu gering, dafür dass dann alle laut aufschreien wenn die falschen Parteien auf einmal über die Hürde kommen und mitmischen dürfen. Also – geht alle brav wählen. Und wenn es ein Kreuz bei der Rentner- oder Tierschutzpartei ist. Hauptsache die Stimme ist nicht verschenkt. 

Und jetzt. Streichhölzer in die Augen, ab zu Andrea und stöbern was es sonst im Plausch so zu lesen gibt. 

Tür

Auf ein Neues!

TürAch wie viele Blogs habe ich schon versucht zu schreiben, manch einer würde sich über den Neustart vermutlich hochgradig kaputt lachen.

Es hatte viele Gründe warum ich bloggen wollte, aber mindestens genau so viele warum ich es nicht konstant durchgehalten habe. Angefangen hat alles noch bevor es den Begriff „Blog“ überhaupt gab. Gemeinsam mit einem guten Freund habe ich, hmmm.. – 2002?, ein Musikmagazin gegründet. Damals nannte man das ganze noch so, klingt ja besser als Tagebuch 😉

Wir hatten uns auf die Fahne geschrieben über gute Musik zu berichten, von Konzerten und fern ab und Boulevard Stories. Das hat auch sehr sehr gut funktioniert und sich fantastisch entwickelt. Es gab Jahre die haben wir überwiegend auf der Autobahn verbracht zwischen zu Hause und dem nächsten Konzertsaal.

Meine Lieblingsgeschichte, um mal ein wenig auszuschweifen: Wir fuhren nach Bremen zu einem Konzert von Schiller. Foto- und Videoausrüstung im Gepäck. Stehen an der Tageskasse um uns unsere Ausweise abzuholen samt Foto-/Drehgenehmigung. Die Dame an der Kasse gab uns normale Eintrittskarten und sagte mehr könne sie nicht für uns tun und war dann auch nicht sehr erfreut darüber das ich drauf bestand eine entsprechende Genehmigung zu haben. Schlussendliche Konsequenz war „Dann rufe ich halt den Manager an“. Das Gesicht der guten Frau hätte man fotografieren müssen. Zwei Minuten später kam der liebe Sören raus und brachte Fotopass und Crew-Ausweis mit. Ha! Das waren Zeiten.

Aber ich schweife wirklich etwas arg ab.

Seit stagePRESS habe ich gefühlte 100 Blogs versucht zu starten, alleine in den letzten 3,5 Jahren seit ich Mama bin waren es zwei oder drei Anläufe. Aber immer habe ich mir einen zu hohen Anspruch gesetzt bzw. zu viel Druck gemacht. Das ganze soll ja Spaß machen.

In den letzten 12 Monaten ist in unserem Leben verdammt viel passiert. Krankheiten von deren Ausmaß man nichts ahnte, tolle Menschen die man kennen gelernt hat, aber in erster Linie war die Zeit geprägt von vielen Momenten die einem gezeigt haben „Das Leben ist verdammt kurz, nutze es“.

So ist zum Beispiel vor kurzem die liebe Jessica von dem DIY Blog http://www.schoenstricken.de nach drei Jahren Kampf dem Krebs erlegen. Wir hatten seit geraumer Zeit keinen großen Kontakt, als ich – es muss Ende 2014 gewesen sein – von ihrer Erkrankung erfahren habe war ich sehr geschockt, hatte ich mich als wir uns 2013 ein paar mal getroffen haben noch darüber gewundert, dass sie regelmäßig wechselnde Perücken trug. Jessica ließ sich nicht unterkriegen und ging sehr positiv und kreativ durchs Leben. Leider hat all der Lebensmut nicht gereicht um diese tückische Krankheit zu besiegen.

Ein weiterer Moment der mich sehr bewegt und auch ein Stück weit verändert hat war der Kinofilm „Der Geilste Tag“ mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Zwei Männer die vor ihrem krankheitsbedingten Tod noch mal richtig was erleben möchten. Erinnert im ersten Moment an „Knockin on heavens door“, hat mich aber persönlich viel mehr berührt und mich in der Tat auch verändert. Man muss sein Leben einfach genießen so lange man die Möglichkeit dazu noch hat. Und vor allem sollte man das tun was man liebt, mit den Menschen die man liebt.

Aus diesem Grund möchte ich noch ein mal das Thema Bloggen in Angriff zu nehmen. Die Themen werden sich ergeben, aber klar ist, dass ich die Seite als eine Art digitales Stricktagebuch führen möchte. Hilft den Überblick zu behalten und man fängt nicht das 100 Projekt an weil man genau vor Augen hat was man alles noch fertig machen müsste.

In diesem Sinne – auf gehts!