Auf ein Neues!

TürAch wie viele Blogs habe ich schon versucht zu schreiben, manch einer würde sich über den Neustart vermutlich hochgradig kaputt lachen.

Es hatte viele Gründe warum ich bloggen wollte, aber mindestens genau so viele warum ich es nicht konstant durchgehalten habe. Angefangen hat alles noch bevor es den Begriff „Blog“ überhaupt gab. Gemeinsam mit einem guten Freund habe ich, hmmm.. – 2002?, ein Musikmagazin gegründet. Damals nannte man das ganze noch so, klingt ja besser als Tagebuch 😉

Wir hatten uns auf die Fahne geschrieben über gute Musik zu berichten, von Konzerten und fern ab und Boulevard Stories. Das hat auch sehr sehr gut funktioniert und sich fantastisch entwickelt. Es gab Jahre die haben wir überwiegend auf der Autobahn verbracht zwischen zu Hause und dem nächsten Konzertsaal.

Meine Lieblingsgeschichte, um mal ein wenig auszuschweifen: Wir fuhren nach Bremen zu einem Konzert von Schiller. Foto- und Videoausrüstung im Gepäck. Stehen an der Tageskasse um uns unsere Ausweise abzuholen samt Foto-/Drehgenehmigung. Die Dame an der Kasse gab uns normale Eintrittskarten und sagte mehr könne sie nicht für uns tun und war dann auch nicht sehr erfreut darüber das ich drauf bestand eine entsprechende Genehmigung zu haben. Schlussendliche Konsequenz war „Dann rufe ich halt den Manager an“. Das Gesicht der guten Frau hätte man fotografieren müssen. Zwei Minuten später kam der liebe Sören raus und brachte Fotopass und Crew-Ausweis mit. Ha! Das waren Zeiten.

Aber ich schweife wirklich etwas arg ab.

Seit stagePRESS habe ich gefühlte 100 Blogs versucht zu starten, alleine in den letzten 3,5 Jahren seit ich Mama bin waren es zwei oder drei Anläufe. Aber immer habe ich mir einen zu hohen Anspruch gesetzt bzw. zu viel Druck gemacht. Das ganze soll ja Spaß machen.

In den letzten 12 Monaten ist in unserem Leben verdammt viel passiert. Krankheiten von deren Ausmaß man nichts ahnte, tolle Menschen die man kennen gelernt hat, aber in erster Linie war die Zeit geprägt von vielen Momenten die einem gezeigt haben „Das Leben ist verdammt kurz, nutze es“.

So ist zum Beispiel vor kurzem die liebe Jessica von dem DIY Blog http://www.schoenstricken.de nach drei Jahren Kampf dem Krebs erlegen. Wir hatten seit geraumer Zeit keinen großen Kontakt, als ich – es muss Ende 2014 gewesen sein – von ihrer Erkrankung erfahren habe war ich sehr geschockt, hatte ich mich als wir uns 2013 ein paar mal getroffen haben noch darüber gewundert, dass sie regelmäßig wechselnde Perücken trug. Jessica ließ sich nicht unterkriegen und ging sehr positiv und kreativ durchs Leben. Leider hat all der Lebensmut nicht gereicht um diese tückische Krankheit zu besiegen.

Ein weiterer Moment der mich sehr bewegt und auch ein Stück weit verändert hat war der Kinofilm „Der Geilste Tag“ mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Zwei Männer die vor ihrem krankheitsbedingten Tod noch mal richtig was erleben möchten. Erinnert im ersten Moment an „Knockin on heavens door“, hat mich aber persönlich viel mehr berührt und mich in der Tat auch verändert. Man muss sein Leben einfach genießen so lange man die Möglichkeit dazu noch hat. Und vor allem sollte man das tun was man liebt, mit den Menschen die man liebt.

Aus diesem Grund möchte ich noch ein mal das Thema Bloggen in Angriff zu nehmen. Die Themen werden sich ergeben, aber klar ist, dass ich die Seite als eine Art digitales Stricktagebuch führen möchte. Hilft den Überblick zu behalten und man fängt nicht das 100 Projekt an weil man genau vor Augen hat was man alles noch fertig machen müsste.

In diesem Sinne – auf gehts!

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