CamUnderfoot #3 – Sacrow

Wie schon in meinem SchwarzweißBlick möchte ich diese Woche das CamUnderfoot Bilder Sacrow widmen. Es ist einfach zauberhaft dort und die Umgebung erzählt einem Geschichten.

Die Kirche hat  sich Friedrich Wilhelm IV gewünscht, ganz im italienischen Stil mit freistehendem Glockenturm. Da sie im Mauergebiet stand hat sie auch das ein oder andere Wehwehchen mitgenommen und sicher nicht die schönste Zeit erlebt aber sie wurde nach der Wende restauriert udn gehört seit dem zum UNESCO Weltkulturerbe. Um so trauriger, dass die Mauern (hier auf dem Bild ganz hinten im Fluchtpunkt) von Besuchergruppen für „Ich war hier“-Kritzeleien verwendet werden.

Das „Kirchenschiff“ – ursprünglich geplanter Name war „das Schiff“ liegt direkt am Wasser. (Mehr zur Kirche und dem Namen hier) Ohne Brüstung oder ähnlichem Schutz im umlaufenden Gang. Ob früher auch vom Wasser aus der Weg in die Kirche gesucht wurde? 

Hochzeiten werden auch sehr gern noch in Sacrow gefeiert. Es ist eine wirklich romantische Umgebung und macht den schönsten Tag im Leben bestimmt unvergesslich. 

Bei Frauke gibt es diese Woche wieder ein bisschen Italien aus der tiefergelegten Sicht 😉

Schwarzweißblick #2

Schwarzweiß durch Sacrow und das Areal der Heilandskirche. Ein wundervoller Ort der mir als Nordlicht ein bisschen Gefühl von Heimat vermittelt. Die Kirche liegt direkt am Jungernsee an einer kleinen Terasse. Viele Filme nutzten diesen Ort schon als Schauplatz.

Zur Glienicker Brücke die einen direkt nach Potsdam führt sind es nur 1,2km Luftlinie. Will man von Sacrow nach Potsdam muss man aber gut 10km Strecke zurücklegen. Immer wieder erstaunlich wie groß und gleichzeitig klein Berlin doch so ist.

Dieser imposante Baum steht in dem Schlosspark Sacrow. Er ist Naturdenkmal Nr. 15, eine Stieleiche, welche bis zu 1400 Jahren alt werden. Puh!

Wir fahren regelmäßig nach Sacrow und werden es in diesen Sommerferien sicherlich wieder tun. Eine tolle Möglichkeit die Seele ein wenig baumeln zu lassen!

Ab damit zu Frauke.

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Frühlingswaffeltuch KAL

Marisa von Maschenfein und Sandra von Meine fabelhafte Welt haben gemeinsam zum KAL gerufen. Gemeinsam wurde vom 01.06. an ein von Marisa entworfenes Tuch genadelt, die Stricksets dazu gab es bei Sandra mit der tollen Wolle „Forar“.IMG_3938

Als ich in dem Charlottenburger Wollgeschäft lalaine war habe ich mich jedoch in das „Alpakka Silke“ Garn von Sandnes verliebt. Die Farbe ist ein toller Mix aus Grün und Blau. Auf jeden Fall mal etwas Anderes und seidig weich.

Was soll ich sagen – so schön das Ergebnis ist, so nervenaufreibend ist das Muster. Auf Instagram konnte man meinen Frust verfolgen:

Eigentlich recht simpel. Ein paar Umschläge, ein paar Zu- und Abnahmen. Das wars. Aber wenn man etwas unachtsam ist gehen einem schnell die Maschen flöten. Gar nicht mal verloren durch fallen lassen, nein in den Rückreihen kann man schnell mal aus Unachtsamkeit zwei Maschen zusammenstricken.

Nach dem ich gefühlte 100 mal geribbelt habe, habe ich folgende Technik „entwickelt“. Ich habe mir in einer reihe die Mittelmasche markiert und in der nächsten Hinreihe wusste ich dann, dass der Rapport zur Mitte hin immer zwei Maschen gewachsen ist. Die Mittelmasche wird verdreifacht, davor und danach Zunahmen aus den Querfäden. Also habe ich mir fortan einen Maschenmarkierer hinter die erste neue Masche aus dem verdreifachen, also dem kfbf, gelegt. Hinter das erste f. Damit hat man immer die Stelle markiert bis zu der man in der Hinreihe strickt und muss somit nicht zählen oder ähnliches.

Ab dem Zeitpunkt lief es wie am Schnürchen. In den Rückreihen muss man nur ein wenig auf die einzelnen Maschen achten und dann hat man im Nu sein schönes Waffelmuster, wie Marisa es getauft hat.

Ich werde sicher noch ein zweites Frühlingswaffeltuch, dieses mal dann auch tatsächlich aus der Forar stricken. Das Tuch ist schön leicht und luftig so dass man es tatsächlich bei einer Wetterlage wie sie momentan immer noch herrscht gut tragen kann.

Es ist übrigens immer wieder erstaunlich was das Spannen mit dem Strickbild macht.  Beim Stricken war die Haptik sehr plastisch und fluffig. Jetzt ist das Tuch immer noch mit Struktur aber das Muster hat sich geöffnet und kommt voll zur Geltung.

 

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Bunt ist die Welt #76

Nach dem ich es beim Thema „Heimat“ nicht geschafft habe mitzumachen (dabei hatte ich das perfekte Bild im Kopf), heute kurz und knapp mein Beitrag zum Thema Blütenblätter. Ich habe ewig überlegt und dann brachte mir unser Innenhof das perfekte Motiv.IMG_3877

 

und damit ab zu Lotta

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SchwarzWeißBlick #1

Frauke sammelt wöchentlich SchwarzWeißBlicke … Schwarzweiß Fotografie ist fast schon eine eigene Kunst. Bilder entwickeln eine ganz andere Sprache als in Farbe, sind auf ihre Aussage reduziert. Als ich im Fotostudio gearbeitet habe, irgendwann zwischen Ausbildung und dem Schritt ins wahre Leben, habe ich vom damaligen Chef Thorsten Bleth eine Menge über diesen Unterschied zwischen Farbe und S/W gelernt und bin großer Fan von Schwarzweiß Bildern. Sie lassen einfach viel mehr Spielraum für die Fantasie/Interpretation des Betrachters.

Anfang der Woche war ich mit Andrea auf dem St. Matthäus Kirchhof. Recht spontan aber nicht minder interessant.

Friedhöfe sind in der Regel ja eher beklemmend aber der St. Matthäus ist recht unstrukturiert, so scheint es zumindest. Die Gräber sind unterschiedlich angeordnet, unterbrochen von Mausoleen und vielen Bäumen, die fleißig von Bienen beackert werden. Zwischenzeitlich fühlte es sich ein wenig an als würde ein großer Schwarm einen gleich angreifen.

Die Mausoleen unterschieden sich von einem prunkvollen Zustand bis hin zu einem kompletten Verfall. Beides hatte Charme und erzählt auch ein wenig Geschichte. Viele Familiengräber hatten im Marmor noch viel Platz für Ahnen, aber diese haben wohl wo anders ihren Schlafplatz eingenommen. Erstaunt haben mich auch die vielen Gräber die einen Paten suchen. Ich dachte immer, dass ab einem Gewissen Punkt Gräber einfach aufgelöst werden, aber das ist wohl nur so bei den „Otto Normalverbraucher“-Gräbern. Es gibt ebenso viele historische Ehrengräber der Stadt Berlin sowie viele Veteranengräber die einem wieder vor Augen führen was z.B. 1945 passiert ist. Teils sind dort Massengräber mit Kindern nicht älter als fünf bis sechs Jahren. Das fand ich schon etwas bedrückend im Vergleich zu dem Friedhof für Sternenkinder.

Andrea ist so ein bisschen mein Berlin Scout, genau so Fotoverrückt wie ich und eine tolle „Lehrerin“ über die Berliner Geschichte. Sie erzählt bei sich im Blog ein wenig über die Friedhofsprominenz und Geschichte des Friedhofes. Ich lasse jetzt einfach mal meine Bilder sprechen. 🙂

Ein Bild welches ich gern noch in Farbe zeigen möchte, würde jedem Verschwörungstheoretiker und Okkult-Freak große Freude bereiten. Wenn man sich ein wenig mit dem Thema Illuminati, Freimaurer und deren Symbolik beschäftigt hat, dann wird einem bei diesem imposanten Grab ein wenig mulmig. Aber vielleicht ist es auch einfach nur ein Grabstein wie jeder andere …

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